Ur - Sprung - - - Eigen - Arten

Fragend nach dem Ursprung, nach dem Sinn,
stolpere ich durchs Gestrüpp.
Ich, das aus der Ursuppe extrahierte Individuum,
koche mein eigenes Süppchen.

Jede Suppe gelingt !
Ist meine geniessbar ?

Ich wage den Sprung.

Die Gegend ist urchig und wild.
Ein undefinierbares Geköch, so scheint es mir.
Fettaugen an der Oberfläche,
einladend drehen sie sich im Kreis.
Vertraute Muster, schwerverdaulich, ich geb es zu.
Doch auf sie kann ich mich setzen, auf sie ist Verlass.
Nicht länger will ich in diesen Polstern thronen,
will wissen, was in der Tiefe sich regt.
Meine Zehen will ich als Spione aussenden,
wenn nötig die Beine bis zu den Knien.
Die Ausbeute ist gering.
Als Ganzes werde ich verlangt.

Ich tauche in mich.
Schwitzend steh ich im eisigen Meer,
frierend im heiss sprudelnden Quell.
Viele Vereine tummeln sich in dem einen Gefäss.
Alles in einem, ein undurchdringliches Gewirr.

Ich entfache Feuer unter dem Topf
und rühre die Brühe kräftig durch.

Die Suppe kocht, verdichtet sich.
Allianzen bilden sich.
Dampf transportiert die Formen ins Blaue.
Scheu zeigen sie sich,
die berührten, befreiten Eigenarten.
Zaudernd strecken sie die Fühler ins Gewühl.
Einige werden flügge,
die mutigsten wandern aus,
beschnuppern die Nachbarn,
kosten von ihrem Gebräu, tauschen aus.
Fleissig sammeln sie Zucker, Kräuter und Salz.

Mit dem Kreislauf des Wassers
bringt sie eines Tages der Regen zurück.
Sie würzen die Suppe,
sie geben ihr Pfiff.

Ich koche die Suppe,
ich löffle sie aus.
Manchmal bin ich geniessbar,
manchmal bleibt ein bitterer Geschmack.